Tja, das kommt davon ,wenn man zu indiskrete Fragen stellt. Ich hatte heute 2 4th formers ( also 15-16 jährige) um mit ihnen ein wenig Konversation zu üben. Nachdem ich einem erklärt habe, dass "Ich bin zu meinem Freund gegangen*" manchmal missverstanden werden kann und "mein Freund" auch "boyfriend" meinen kann, habe ich ihn gefragt, ob er denn eine FreundIN hätte. Als er ja sagte, habe ich den zweiten Schüler gefragt und seine Antwort war:
"Yes! If you're going out with me, I'll have one. Would you?"
Ganz der englischen Höflichkeit unterworfen, habe ich mich dann entschuldigt und gemeint, dass er doch etwas zu jung für mich wäre. Auch seine netten Kommentare zu meiner neuen Brille konnten mich da nicht umstimmen.
* Natürlich sagen die Schüler nicht "Ich bin zu meinem Freund gegangen", sondern " Isch/Ick habe nach Haus meine Freund !???!" ... gegangen ist ein Wort, das gerne vergessen wird ;-)
PsYcHoDeLiC j - 21. Jan, 18:36
Hallo !!! ... nach langem wieder !
Ich bin letzten Sonntag wieder auf der Insel angekommen, nachdem ich 2 herrliche Wochen zu Hause verbracht habe. Die Anreise war anfangs sehr entspannt. Ich bin mit einer anderen deutschen Assistentin geflogen und so war die Wartezeit auch nicht so lange. Natürlich sind auch ein paar Unannehmlichkeiten passiert oder Schusseleinen eher. Erst mal habe ich meinen Perso in dem Duty Free Bereich verloren ohne es zu merken. Ein netter Flughafenbeamter hat mich dann angesprochen und mich nach meinem Namen gefragt. Erst wollte ich ihn ihm gar nicht sagen, denn ich wusste ja noch nicht, dass ich mein Perso verloren hatte. Lustigerweise, wie das so ist auf dem Dorf, war er ein ehemaliger Schüler von meinem Onkel.
Als nächstes hatte der Flieger Verspätung - nichts Schlimmes- ich hatte ja Zeit. an meinen Anschlussbus hatte ich nicht gedacht und so musste ich dann erst mal auf einen Bus warten, der mich mitnahm. An der geliebten Victoria Station versuchte ich dann ein Ticket zu lösen - nur dumm, dass man nach 2 Wochen Deutschland den Pin Code der EC Karte nicht mehr im Kopf hat. Und so habe ich dann versucht bar zu vezahlen. Mein 5 Pfund Scein hat der nette Herr Automat mit Genuss verspeißt und nicht mehr zurück gegeben. Letzte Hoffnung war dann die Visakarte. Und : Glück gehabt! Jezt nur noch den Zug finden ! Nicht so leicht ohne Brille, denn die ist mir freitags zu Bruch gegangen. Ganz nah an der Riesentafel habe ich dann nach ca 5 Minuten herausgefunden, dass ich bis Purley fahren konnte und von dort aus einen Bus nehmen müsste. Gesagt, getan. Danach nur noch ein Taxi und schwupps di wupps war ich wieder in meinem Zweit Zuhause. Um alles abzurunden kann ncoh erwähnt werden, dass der nette Taxifahrer mich angeschnauzt hat, weil ich ihm angeblich nicht sagen müsste wie er seinen Job zu machen habe. Tja, ich werde so schnell keine Empfehlungen zu der Fahrtrichtung geben.
Alles in allen hat mich das eigentlich alles nicht so gefuchst ( außer der Taxifahrer). Nur im Nachhinein ist mir aufgefallen wie viel doch schiefegegangen ist auf der Ab/Anreise.
Die erste Woche hier in "beautiful Redhill" war dann doch etwas langweilig. Erstens, war ich mit die erste, die angekommen ist. Zweitens, hatte ich nur 1 Stunde zu halten in der ganzen Woche weil die Grammar School erst mittwochs angefangen hat und es im College gerade am Freitag und Donnerstag ein inset gab - eine Weiterbildung für Lehrer.
Dafür war das Wochenende sehr gut. Freitags hab es einen kleinen Umtrunk bei mir in der Wohnung. Aus der ersten Planung, dass Rosa, Azéline und ich zu dritt Paella machen würden ist ein festliches Gelage aus und 3 Hübschen plus James, Nicola und Jack geworden. Und es wurde wieder gespielt - auf Englisch ( = Drinking games) Mein Favorit ist momentan bei weitem "Waterfall". Ein geselliges Spiel bei dem eigentlich ganz nicht so viel getrunken wird. Samstags habe ich trotzden meine Ruhe gebraucht und mich gerade so in die Stadt gequält um mit den Mädels einen Kaffee zu trinken. Auf Matt's Geburtstag nach Clapham konnte ich mich einfach nicht bewegen, denn sonntags war ein "English Roast à la James & Nicola" angesagt. Wie schon am Freitag wurden aus "Jack und Sally" "Jack, Sally, Alex, Oscar, Lauren, Nic, James und ich" da James samstags mehr Leute eingeladen hat. Es gab Hühnchen, Kartoffel, Erbsen, Brokkoli, Karotten, etwas was ich nicht kannte und natürlich gravy - sprich Soße. Die Meute hatte sich eigentlich zum Fussball gucken getroffen- Manchester United gegen Chelsea. Manchester hat 3:0 gewonnen, aber das Spiel war echt öde.
Alles in allem war das Wochenende super und ich habe mich gefreut auch was mit Engländern gemacht zu haben, denn meine Freizeit spielt sich doch meistens im Kreise der Fremdsprachenassistentinnen ab. Und ab morgen um 14.20 Uhr fängt meine Vollzeit 12 Stundenwoche als Fremdsprachenassistentin wieder an !
PsYcHoDeLiC j - 12. Jan, 22:16